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René Sachse hasn´t been lost!

Overtaken three times, finished last position, still won

René SachseRené Sachse (Thuringia) starts for the bicycle club RC Gera 92. He finished last position at the German championship in the individual time trial.                                                              Photo: Wolfgang Schuh

Interview by DIRK KUNZ

Army employee René Sachse is the current Thuringian state champion in the individual time trail. So he qualified for the German championship in Einhausen (Hessia) this year. At this race last week the amateur bicycle rider finished last (29th) place. The winner several time world champion Tony Martin was in average more than six miles (10 Kilometer) faster.

Mister Sachse, you finished last place at the German Championship in the individual time trail, with a huge gap to the winner. Have you been lost?
René Sachse: No, but if I had, I don’t know, whether I would have realized it immediately, because I had to ride without an escort vehicle. I had to refrain such a luxury, which is standard for professional riders.
Tell me, wasn’t it a little bit depressing, that Tony Martin was 13 minutes faster than you on the circuit?
René Sachse: But he hasn’t worked on the day before the German championship in his former job as police officer and he didn’t have to drive on the same evening to the race, arriving there late at night or even had to attend the team leader meeting at ten o clock on the racing morning. I am absolutely convinced, that I could have been three minutes faster, if I optimized some tools in my daily training routine. But you have to see it from a positive point of view: I belong to the 29 fastest bicycle riders in Germany
How did you prepare for the race?
René Sachse: I tried to attend as many individual time trails under racing conditions as possible, this is the only way to get the toughness of races. Otherwise I trained a lot with my time trial bike on the Velodrome in my home town Gera.
With what intention do you enter such a race? Do you tell to yourself: I don’t want to be last?
René Sachse: I was always realistic. I hardly had a chance, among professional riders. The circuit was 26 miles, nine miles longer than my usual time trials. There were a lot of little ascents, which you realize only in the race. The atmosphere was great, by the way.
How many times have you been overtaken?
René Sachse: I started as 13th rider and three riders passed me. That hardly happens at the time trials I usually start. But I expected this at this top class race.
And what will happen next year?
René Sachse:  In 2016 I definitely want to be there again. I won a lot of experience and with some changes at my equipment I am sure, I will be some seconds faster.

The 34 year old bicycle rider lives in Gera (Thuringia) and works at the army in Augsburg. He rides between 8000 and 10000 miles (13- to 16.000 Km) a year. His next goal is the Masters Cycling Classic end of August 2015.

René Sachse with 54 Km/h (34 mph) at the finish line at the German championship in Einhausen (Hessia) Photo: Angie Haase

René Sachse with 54 Km/h (34 mph) at the finish line at the German championship in Einhausen (Hessia) Photo: Angie Haase

Translation into the English language: Dirk Kunz & Petra Exner-Tekampe

 

Ein Radamateur wird Letzter beim Einzelzeitfahren der Elite

Dreimal überholt, letzter Platz und doch gewonnen!

RenéSachseKopie

Der Thüringer René Sachse startet für den RC Gera 92 und wurde bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren Letzter.                                                                                                  Foto: Wolfgang Schuh

Der Zeitsoldat René Sachse ist aktueller thüringischer Landesmeister im Einzelzeitfahren. Damit hatte er sich für die Deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin in Einhausen (Südhessen) 2015 qualifiziert. Bei diesem Rennen ist der Amateur-Radfahrer am vergangen Wochenende Letzter geworden. Der Sieger Tony Martin ist im Schnitt zehn Stundenkilometer schneller gefahren.

Herr Sachse, Sie sind bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren als Letzter ins Ziel gekommen mit großem Abstand zu dem Sieger. Hatten Sie sich verfahren?
Das nicht und wenn, weiß ich nicht, ob ich es so schnell gemerkt hätte, weil ich ohne Begleitfahrzeug fahren musste. Auf diesen Luxus, der bei vielen Profis Standard ist, muss ich leider verzichten.

Mal ehrlich, sind Sie nicht etwas deprimiert, wenn Tony Martin auf der gleichen Strecke 13 Minuten schneller ist?
Aber der hat auch nicht am Vortag noch in seinem alten Beruf als Polizist gearbeitet und ist dann am Abend alleine zum Rennen gefahren oder saß wie ich, weil ich Einzelkämpfer bin, am Renntag um zehn Uhr morgens noch in der Mannschaftsleitersitzung. Ich bin sicher, wenn sich bestimmte Stellschrauben in meinem Trainingsalltag optimieren ließen, wäre ich etwa drei Minuten schneller. Außerdem muss man es positiv sehen: Ich gehöre zu den 29 schnellsten Einzelzeitfahrern in Deutschland.

Wie haben Sie sich auf das Rennen vorbereitet?
Ich habe versucht, möglichst viele Einzelzeitfahren unter Rennbedingungen zu absolvieren, nur so bekomme ich die Rennhärte. Ansonsten habe ich sehr oft mit dem Zeitfahrrad trainiert, auch auf der Bahn bei mir zu Hause in Gera.

Mit welchem Vorsatz geht man in so ein Rennen? Sagt man sich: Letzter will ich nicht werden?
Ich war von Anfang an realistisch. Unter Profis habe ich wenige Chancen. Der Kurs war mit 45 Kilometern gut 15 Kilometer länger als das, was ich normalerweise im Rennen fahre. Es gab viele kleine Anstiege, die man erst unter Wettkampfbedingungen wirklich wahrnimmt. Die Stimmung war aber toll.

Wie oft sind Sie überholt worden?
Ich bin als Dreizehnter gestartet und drei Fahrer sind an mir vorbeigezogen. Das kommt bei den Zeitfahren, die ich sonst so fahre, selten vor. Allerdings habe ich bei diesem Rennen schon damit gerechnet.

Und im nächsten Jahr?
Möchte ich –wenn möglich– auf jeden Fall wieder dabei sein. Ich habe durch das Rennen an Erfahrung gewonnen und am Material, das ich verwende, lassen sich auch noch einige Sekunden herausholen.

René Sachse, Einzelzeitfahren Einhausen 2015

René Sachse mit 54 Km/h auf der Zielgeraden bei der DM im Einzelzeitfahren in Einhausen.               Foto: Angie Haase

Der 34-jährige Rad-Amateur wohnt in Gera und arbeitet in Augsburg. Er fährt zwischen 13- und 16.000 Kilometer im Jahr. Sein nächstes Ziel ist der Radweltpokal in St. Johann (Tirol) Ende August.

Mit René Sachse sprach Dirk KUNZ.